Regensburg ist keine Stadt, die man in zwei Tagen „abhakt”. Aber zwei Tage reichen, um ein Gefühl für sie zu bekommen – diese seltene Mischung aus 2000 Jahren Geschichte, Donauruhe und ganz normalem bayerischen Leben. Wir haben diesen Guide aus der Perspektive geschrieben, die uns selbst als Gastgeber am meisten hilft: Was würden wir Gästen empfehlen, die das erste Mal hier sind und Dinge echt erleben wollen, nicht abklappern?
Tag 1 – Altstadt auf eigene Faust
Morgens: Dom und Umgebung
Beginnen Sie am Dom St. Peter (frei, ab 6:30 Uhr). Die frühe Morgenstunde ist unschlagbar – weiches Licht durch die Fensterrosen, kaum Touristen. Halten Sie sich danach auf dem Domplatz und bummeln Sie zum Krauterermarkt.
Mittags: Steinerne Brücke & Wurstkuchl
Der Klassiker: eine Bratwurst auf Sauerkraut in der historischen Wurstkuchl, direkt an der ältesten erhaltenen Steinbrücke Deutschlands. Fotos am besten aus der Mitte der Brücke Richtung Stadtsilhouette – Dom, Salzstadel, Steinernes Tor im Bild.
Nachmittag: Reichssaal & Schiffahrtsmuseum
Das Alte Rathaus mit Reichssaal ist Pflicht, wenn Sie Geschichte lieben – hier tagte 800 Jahre lang der Immerwährende Reichstag. Führungen auf Deutsch und Englisch stündlich. Danach: die kleineren Gassen rund um den Haidplatz erkunden, Kaffee beim Café Orphée oder im Regensburger Bücherschiff.
Abends: Biergarten oder Schifffahrt
Im Sommer: Bischofshof-Biergarten oder Kneitinger, klassisch bayerisch. Wer statt Bierbänken lieber das Wasser mag: Donauschifffahrt bis zur Walhalla (ca. 3 h hin und zurück, mit Sonnenuntergang).
Tag 2 – Umgebung & Ausflüge
Vormittag: Walhalla
15 Minuten mit dem Auto von unserem Hotel: die Walhalla, König Ludwigs Ruhmeshalle über der Donau bei Donaustauf. Der Ausblick von der Plattform reicht bei klarem Wetter bis zum Bayerischen Wald.
Mittags: Donaudurchbruch & Kloster Weltenburg
Eine halbe Stunde flussabwärts: der Donaudurchbruch bei Weltenburg – enge Flusschlucht mit Kalkfelsen, per Boot ab Kelheim. Im Kloster Weltenburg selbst wartet die älteste Klosterbrauerei der Welt (seit 1050) – und ein Mittagessen im Hof, das man nicht vergisst.
Nachmittag: Entschleunigen
Zurück über Sinzing – wer will, legt einen Stopp bei uns im Das Natürlich ein: Kaffee auf dem Südbalkon, kurze Waldrunde, und dann ab in die zweite Hälfte des Tages.
Geheimtipps der Einheimischen
- Arber-Café im Donaumarkt: kleiner Aussichtspunkt, kaum Touristen
- Ostdeutsche Galerie: moderne Kunst, fast immer leer
- Café Moritz am Moltkeplatz: ruhige Gasse, bester Brunch der Stadt
- Insel Obermünster: Sonntagnachmittag mit Picknick an der Donau
- Antiquariat Peus in der Bachgasse: wer Bücher liebt, verliert hier Stunden
Was Sie nicht mitmachen sollten
- Geführte Gruppenkutschen auf den Plätzen – laut, hektisch, der Kutscher weiß oft weniger als ein gutes Buch.
- “Typisch bayerische” Restaurants direkt am Domplatz: teuer, durchschnittlich, nicht Regensburg.
- Die Donau nur vom Ufer aus anschauen – aufs Wasser gehört dazu.
Praktisches
Anreise mit Bahn: Regensburg Hbf liegt 10 Minuten Autofahrt vom Hotel entfernt, Taxi kostet rund 20 €. Stündliche Direktverbindungen nach München (1:30 h) und Nürnberg (1 h).
Parken: Altstadt komplett 30 km/h, viele Einbahnstraßen. Park-&-Ride an Uni oder direkt bei uns parken (kostenlos), dann Bus 38 Richtung Altstadt.
Beste Reisezeit: Mai–Juni und September. Juli/August sind voll und heiß, Winter hat den Christkindlmarkt auf Schloss Thurn und Taxis – ein eigener Grund, zu kommen.
Haben Sie Lust, das alles selbst zu erleben? Bei uns am Waldrand in Sinzing sind Sie in 10 Minuten mitten in Regensburg – und abends in einer Stille, die die Stadt nicht hat. Zimmer ansehen · direkt buchen.